Crewwechsel – wieder einmal. Der Abschied fällt ein bisschen schwer, (weiterlesen…)
Crewwechsel – wieder einmal. Der Abschied fällt ein bisschen schwer, (weiterlesen…)
Um 7:00 Uhr wird abgelegt denn heute ist Schlandtag und (weiterlesen…)
Sonne – wir wollen los und der Skipper will noch schnell den Ölstand kontrollieren. Leider wollte das der Ölmessstab nicht so früh und brach ab. Wie da nun rankommen? Und gleich ? Oder später? Kann er in der Ölwanne verschwinden? Zuviele Fragen und Falko und Jens lassen sich zu sofort und hier überreden. Sie konnten zum Glück die Messstabführung abbauen und den Stab befreien. 20 min Verspätung.

Raus und der wenige Wind kam natürlich aus der falschen Richtung. Also war klar, Holland gegen Brasilien sehen wir beim Segeln – 2:1 und des Skippers Titelträume für Holland nehmen Gestalt an. Abends in Byxelkrok ist der Hafen voll aber am Kopf der Mole gab es noch einen Platz für uns.

Man muss halt wissen, dass die Fähre um 17:00 Uhr ablegt und erst am Morgen um 10:00 Uhr wiederkommt. Uruguay schlägt Ghana und kommt unverdient weiter.

Das Schlauchboot (in Gotlandkreisen auch Gummifrau genannt) erregt immer mehr das Misstrauen des Skippers. In jedem Hafen wird sie geflickt und hat doch immer neue Löcher. Seebestattung ist wohl angesagt. Jens ringt um Gnade und bekommt sie gewährt. Auch das leidige Thema Gas entwickelt sich zum Alptraum. Jens kauft einen Adapter mit dem man vom deutschen auf das schwedische System umstellen kann. Die Flasche die darauf der Hafenbeau anbringt passt nicht in unsere Halterung und für die kleinen Flaschen passt unser neuer Adapter nicht. EU – Bananen aber so was. Also macht sich der Skipper auf den Weg. Mit dem 20er Bordrad 12km ins Umland wo er die Flasche für 500 SEK!!!!!!!! füllen lässt.
Danach geht Annette mit dem Skipper in die Stadt – bummeln. Ja auch mit Männern kann es anstrengend werden. Hier was für die liebe Frau, für die lieben Kinder und für die Yacht. Da was zum Essen, zum Ansehen und Karten müssen auch noch geschrieben werden. Für die Strapazen (die keine waren) entlohnt uns Cafe Krönert mit Frittata und Rosè und einer Aussicht die ihresgleichen sucht.

Das Essen war mehr als lecker und für 12 Euro umgerechnet hat man nichts verkehrt gemacht. An Bord wurde schon der Grill vorbereitet, als ein Was- auch-immer unter estnischer Flagge in den Hafen einlief. Der alten Zeit entsprungene Gestalten verlassen das Ding. Leben unter einem Dach mit aufgereihtem Dörrfisch und Gewürzpflanzen. So geht es auch. Stinkend segeln.
Visby zeigte sich am Hafentag von seiner triple choclet side. Es gibt viel zu sehen. Visby war während des Mittelalters eine der bedeutendsten Städte Schwedens.

Die Altstadt ist von einer 3,4 km langen Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert umgeben. Von den einstmals erbauten 44 Türmen der Mauer gibt es heute noch 38, die erhalten sind. Die Stadt der „Rosen und Ruinen“, wie Visby oft bezeichnet wird, gilt als eine der schönsten Städte des Nordens und hat viele einzigartige Sehenswürdigkeiten: Stattliche Baudenkmäler sind die Kirchenruinen, die Domkirche S:ta Maria (einzige mittelalterliche Kirche der Stadt, die heute noch in Gebrauch ist), das Burmeisterhaus (wurde 1650 vom Lübecker Kaufmann Hans Burmeister erbaut) und viele kleine Gassen, alles berichtet von der Vergangenheit. Visby ist auch Weltkulturerbe.

Nicht weit von Visby in Kneippbyn befindet sich die Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf. Es ist das Originalgebäude aus den Filmen, die alle auf der Insel gedreht wurden. In dem Gebäude ist das Jäckchen von Herrn Nilsson, Pippis Äffchen, zu sehen, aber auch die Schreibmaschine, auf der Astrid Lindgren ihre phantasievollen Geschichten schrieb.
Noch einmal starten wir um von der Oberstadt den Sundowner sehen zu können. Ein prächtiger Tag geht prächtig zu Ende.
Falko irrt schon in den frühen Morgenstunden durch den Hafen, um den Brötchenwagen nicht zu verpassen. Die Verkäuferin konnte wohl unseren “Kleinen” hinter der Theke sehen und so landeten lecker Brötchen auf dem Tisch.
Ein Tag wie am Mittelmeer erwartete uns. Wir verlassen Byxelkrok und segeln vorbei am „Langen Erik“ – einemder beiden Leuchttürme die Öland in Nord und Süd begrenzen. Sein Gegenüber im Süden ist der „Lange Jan“.
Die ganze Strecke 4-5 Bft – bestes Segelwetter. Das Dauergrinsen will nicht weichen.

Trotzdem Doppelkopf von 9:00 Uhr bis 13:30 Uhr. Neues Glück – die Neunen werden aussortiert und siehe da, Solos werden endlich gespielt.
Jens treibt die Gotland voran. Gegen 16:00 Uhr kommt Visby in Sicht. Das St. Tropez des Nordens. Rene und Jens haben ihren Traum verwirklicht – die Gotland nach Gotland gebracht. Dafür haben sie beide hart gearbeitet.

Der Hafen wird geentert und alle sind zufrieden. Landgang wird vorbereitet. Einen Tag wollen wir bleiben. Visby besitzt die größte Kneipendichte Schwedens.
Im Hafen dann stirbt die Hoffnung auf eine neue Gasflasche. Nur schwedische Fabrikate. Erste Gedanken an kaltes Essen kommen auf. Man gibt uns eine Adresse – Statoil soll helfen können – Fehlanzeige. Jens findet einen Baumarkt und wir beschließen morgen einen Adapter zu kaufen. Im Hafen gibt es eine Eisdiele mit gefühlten 120 Sorten Eis. Man muss eine Nummer ziehen und kann dann erstmal in Ruhe aussuchen gehen bis man dran ist. Lecker ist es zudem.
Den herrlichen Sonnenuntergang haben alle fotografiert. Alle außer Falko – der behauptet später nur den Sonnenübergang fotografiert haben zu wollen.

Danach Doppelkopf für Schläfrige.
Ablegen und tanken. Green Diesel getankt für unwesentlich weniger Geld. Umgerechnet 1,35 €. Null Wind – die übliche Morgenflaute. Kalmar bleibt zurück. Fata Morgana – Vineta2, die Stadt im Himmel – so sah jedenfalls Kalmar über einem Spiegel aus glattem Wasser aus.

Wir segeln an Öland entlang den Kalmarsund hoch und genießen den Tag. Vorbei an ca. 400 noch bestehenden Windmühlen auf Öland – es waren mal 2000!.
Beate und Uta rasten glücklich in den Lesepositionen an Steuerbord ein.
Doppelkopf mit Sonnencremekarten. Falko hat eine Hochzeit und sagt sie an. Jedoch wollte ihn anscheinend keiner heiraten und da er beharrlich und sich seiner Sache sicher war, meinte er, dass über seinen Pik König auf jeden Fall jemand komme.
Also König ausgespielt, Rene mit Pik Neun drunter geblieben, Dirk mit Pik König bedient und dann kam Axel und blieb trotz As und Pik Zehn mit der Neun darunter. Falko – die zurückgebliebene Braut mit 74 Punkten Minus.
Später am Tag segeln wir an der “Blauen Jungfrau” vorbei. Einem Felsen mitten im Kalmarsund – unbewohnt. Hier soll an jedem Gründonnerstag der Hexensabbat stattgefunden haben. Auf dem Brocken war das in der Walpurgisnacht. Sind wohl damals schon global unterwegs gewesen.

Dann Wind 4 Bft und ab ging es mit 6-7 kn Richtung “Ödland”. 5-6 bft vorm Hafen und als wir drin waren – schien es eine Mausefalle zu sein. Tiefe ungewiss und der Wind schiebt uns rein ins Ungewisse. Also wieder raus und den Hafenmeister angerufen. Der schickte die Fähre raus um unsere zwei Flens zu kassieren. Björn der Hafenbeau, ist eine Reise wert – nett und freundlich und hilfsbereit. Duschen mit Fernsehraum!

Paraguay – Japan Elfmeterschießen und die Südamerikaner kommen weiter.
Annette lockt die Jungens zum Baden gehen – angeblich 18 Grad Celsius. Dirk kann das frierend nicht bestätigen – gefühlte 16 Grad.
Gestern Crewwechsel und alles verlief glatt. Abends schlägt Deutschland England in ihrem Nationalsport mit 4:1 (4:2). Alle im Hafen haben etwas davon. Danach grillen vorm Boot und Abendessen im Sonnenschein. (weiterlesen…)
Eigentlich nichts los – heute wollen wir in den ersten kleinen Teil des Schärengartens vor Karlskrona eintauchen. Tonnensuchen ist angesagt und gutes aussegeln des vorhandenen Windes. Denn die Rockys lauern und wir wollen die Gotland nicht zum Schärenschleifer machen. Jürgen und Ralph übernehmen die Navigation und wir das sonnen.



Die Einfahrt nach Karlskrona sollte man immer schön rechts des Feuers in der Einfahrt passieren, sonst knallt man gegen eine 1m unter Wasser liegende Mauer. Mit Mauerfall kennen wir uns aus aber ob die Schweden das gut finden?

Überhaupt sollte Karlskrona mal Schwedens Hauptstadt werden. Wir freuen uns, dass wir unser Ziel erreicht haben. Eine schöne Überfahrt geht dem Ende entgegen.
Wir haben unsere Meisterin gefunden im Schmetterlingssegeln: Katrin entpuppte sich als Naturtalent. Die Kunst nicht die Genua einfallen zu lassen.
Achterliche Winde haben uns nach Karlshamn geschoben. Erste Stunde Maschine an – dann ging es langsam los. Es sollte sich bis Karlshamn auf 4 bft und 8,1 kn Fahrtgeschwindigkeit steigern.

„Ick jeh im Bett“ – sagte der Skipper, weil nichts los war, und Katrin gab gleich ihre neu gelernten Vokabeln des Babelsberger Deutsch zum Besten. „Ick fah im Jaaten“, „Nich damitte denkst“ und Andere.
Karlshamn empfing uns mit undefinierbaren Gerüchen der Fabrik am Silo und wir legten uns zum Glück so, dass die Windrichtung die Schwaden von uns fernhielt.
Energiekrise herrscht – am einzigen Steg der Elektrokasten abgeschlossen, Boxen im Gästehafen zu eng für uns, Imbiss nur Kraftstrom und Hotelaushilfsbesetzung nicht in der Lage.
Jacqueline und Katrin zeigten Einsatz und mit 10 Euro einem Lächeln und zwei Flensburger Bier gab es Strom von der „Sandra“. Fußball war gerettet und Spanien und Chile trennten sich 2:1 und erreichten das Achtelfinale.
Nudeln satt – subaldente. Jensi hat Waschnacht.

Hasle – Simeringshamn
Der Abschied von Hasle “unter Tränen” und dem Versprechen wiederzukommen. Voller Optimismus und mit Kandelaberwurscht im Magen steuerten wir in den Segeltag – aber der Wind hatte andere Pläne. Selbst der Fahrtwind schlief ein. Gammeldanskwetter.
Highlight des Tages war eine Tsunamiwelle bei platter See – die sich auch noch brach.
Jacqueline und Rene polierten Konrads Kompassrose. Jürgens pseudopornographische Gedanken wollten wir nicht erfahren.

Endlich satte 3 Bft. ließen uns nach Simrishamn segeln und bei Waterloo von Abba ging der Schwede hoch. Nach langen Debatten und heftiger Suche nach Wählerstimmen um Mehrheiten zu schaffen, wurden Nudeln als Abendessen abgewählt. Kohlrouladen sollten unsere Mägen füllen.

Der Hafenmeister versprach uns für um Acht ein Bürschchen, das uns den sehnsüchtig erwarteten Strom freischalten sollte. Das versprochene Bürschchen kam erst in der Halbzeitpause Dänemark gegen Japan. Da war auch schon alles vorbei. Japan führte bereits 2:0 und gewann am Ende 3:1 und kam ins Achtelfinale. Der Hammer war die Schande der Italiener – die Slovakei schlug die Südeuropäer mit 3:2 und schickt diese wieder zum Vesuv.
Erster Hafen mit WLAN und Wetter verspricht weiter Hochdruckeinfluss auf unsere Aktivitäten.