Nun ist diese kurze Saison beendet und die Entscheidung ins Winterlager nach Greifswald zu segeln war schon vor einigen Wochen gefallen. Fest stand natürlich, dass es nicht ganz so warm sein würde bei dieser Überfahrt. So nannten wir diesen Törn nach einer Idee von Guido “Pinguintour”.

- Der Lohn für`s frühe Aufstehen
Vier Nordlandfahrer – Guido, Hartmut, Jens und Rene wollen ein bischen arktische Luft schnuppern. Da der erste Schlag doch recht lang ist um den Darß, beschlossen wir um Vier Uhr!!! aufzustehen und noch mitten in der Nacht Meilen zu machen.
Nach dem Auslaufen kam auch gleich Wind auf aus SE und ließ uns bis Stralsund nicht mehr im Stich. Wir konnten bis auf das Stück Strelasund alles aussegeln.

- Nachttörn im Herbst
Die Gotland läuft schnell – fantastisch schnell und wir berechnen eine Ankunftszeit für Stralsund um 15:00Uhr. Damit hatten wir nicht gerechnet. Unser Ziel war es vor dem dunkel werden fest zu machen – also gegen 16:30 Uhr. Wir nehmen es mit Freude und einem Punsch zur Kenntnis.
Der Strelasund empfängt uns mit wunderschön herbstlich eingefärbten Ufern. Wir cruisen um die Tonnen und neben uns stehen viele Schwäne im Wasser – bereit in den Süden abzuheben.

- Neben uns stehen Schwäne im Wasser
Rene ist der Meinung, dass das aber nicht unbedingt heißen muss, dass es neben der Fahrrinne (der Name sagt doch wohl alles) unbedingt flach ist. Also ein bisschen Höhe mogeln – es sind ja noch 2,50m unterm Kiel. 2,10m, 1,70m, 1,20m, 0,30m!!! – und wir schleifen in die Fahrrinne zurück. Man muss den Dingen nicht unbedingt auf den Grund gehen.
Der Hafen ist leer und wir wollen an den Stadtkai. Unmengen von Anglern bevölkern die Kais. Es ist Vollmond – die Fische beißen und so frieren sie sich den A… ab nur um mal Fisch zu essen. Wir machen mal den Glühwein klar, stellen Pfefferkuchen auf den Tisch und lassen es uns gut gehen.
Wir sind froh als der Hafenmeister kommt und uns den Strom anstellt. Heizung an und am nächsten Morgen schön 16 Euro für Strom abgedrückt. Ist das AKW Greifswald anscheinend nur für uns gelaufen.
Der Morgen jedenfalls verspricht noch einmal einen schönen kalten Tag und wir sind gut drauf.

- Hartmut im Glanz der Ziegelgrabenbrücke
Wir müssen leider motoren denn der Wind kommt aus der falschen Richtung. Also raus auf den Bodden und dann in Richtung Greifswald. Wir müssen den Brückenzug schaffen. Eine kleine Klappbrücke liegt noch zwischen uns und dem Winterlager Hansewerft. Danach geht es durch eine schilfbestandene Binnensituation zwanzig Minuten lang beschaulich weiter. Wir erreichen den Hafen und sind sehr zufrieden.
Diese Pinguintour war ein wundervoller Abschluss der Saison.