Das frühe Aufstehen nimmt alle ziemlich mit. Stefan verfehlt daher erst einmal den richtigen Steg und winkt von gegenüber. Auch das Warten auf die 10:30-Uhr-Nachrichten (Tea Time) wird zur Geduldsprobe.
Doreen misst Entfernungen nicht in Seemeilen sondern in Sonnenstunden.

- Wieviele Sonnenstunden segeln wir heute?
Jens ist von der Landschaft so fasziniert, dass er am Abzweig nach Stockholm glatt vorbeifährt. Oder war es doch auf Grund der Suchen nach den Tonnen?

- Jens neue Nuptsis – Ausfahrt nicht verpassen
Egal – zurück und auf zum Stich dessen Wassertiefe in der Karte mit 2,80m angegeben ist. Wir sind 2,40m tief – plus Dieselbalast versteht sich. Dann stehen wir an der ersten roten Tonne der Enge – links badende Kinder und rechts ein seelenloser Motorbootfahrer in drei Etagen. Augen zu und durch. Wir geben vor dem ersten Flach unser Signal und dann geht es auch schon um die Ecke und die Tiefe sinkt auf 70 cm. Wir können links und rechts Blümchen pflücken.

- Wir schleichen mit 2,40m Tiefgang am Ufer vorbei
Vor der zweiten Enge müssen wir aufstoppen, denn eine Karavane aus Schiffen angeführt von einem Traditionsschiff kommt uns entgegen. Wir gehen in Warteposition und gedulden uns. Endlich geht es weiter Signal ertönt und links und rechts wird das Wasser grün/flach. Alle sind angespannt, ob es nicht doch Versandungen gibt. Wir würden schön alles blockieren.

- Wir sind durch
Jubel als wir durch sind denn das hat uns 15 sm gespart. Weiter motoren wir an den schönsten Schärenhäusern vorbei. Eine Steilküste voller Schwedenhäuser segeln wir entlang und staunen.

- Schärenhäuschen
Im Fahrwasser Richtung Stockholm dann ,kommen die Fähren von hinten und es wird richtig schön eng und kabbelig.

- Jetzt wird es eng
Im Wasahafen außen bei einem Holländer ins Päckchen. Naja Päckchen – wir sind wohl eher das Beiboot. Er ist 56 Tonnen schwer, Mastlänge 27m und 3m Tiefgang – Einhandsegler.

- Wir sind da!!!
Wir sind da – liegen neben dem Tivoli und grinsen, denn wir hatten eine perfekte Zeit auf See. Alle sind glücklich und zufrieden. Am Abend geistert Stefan mit seiner Kamera durch den Hafen, blendet alle und macht blitzend die Nacht zum Tag.