21. Juli 2010
Falko irrt schon in den frühen Morgenstunden durch den Hafen, um den Brötchenwagen nicht zu verpassen. Die Verkäuferin konnte wohl unseren “Kleinen” hinter der Theke sehen und so landeten lecker Brötchen auf dem Tisch.
Ein Tag wie am Mittelmeer erwartete uns. Wir verlassen Byxelkrok und segeln vorbei am „Langen Erik“ – einemder beiden Leuchttürme die Öland in Nord und Süd begrenzen. Sein Gegenüber im Süden ist der „Lange Jan“.
Die ganze Strecke 4-5 Bft – bestes Segelwetter. Das Dauergrinsen will nicht weichen.

- Axel hat Urlaub
Trotzdem Doppelkopf von 9:00 Uhr bis 13:30 Uhr. Neues Glück – die Neunen werden aussortiert und siehe da, Solos werden endlich gespielt.
Jens treibt die Gotland voran. Gegen 16:00 Uhr kommt Visby in Sicht. Das St. Tropez des Nordens. Rene und Jens haben ihren Traum verwirklicht – die Gotland nach Gotland gebracht. Dafür haben sie beide hart gearbeitet.

- Jens und Rene – der Traum ging in Erfüllung
Der Hafen wird geentert und alle sind zufrieden. Landgang wird vorbereitet. Einen Tag wollen wir bleiben. Visby besitzt die größte Kneipendichte Schwedens.
Im Hafen dann stirbt die Hoffnung auf eine neue Gasflasche. Nur schwedische Fabrikate. Erste Gedanken an kaltes Essen kommen auf. Man gibt uns eine Adresse – Statoil soll helfen können – Fehlanzeige. Jens findet einen Baumarkt und wir beschließen morgen einen Adapter zu kaufen. Im Hafen gibt es eine Eisdiele mit gefühlten 120 Sorten Eis. Man muss eine Nummer ziehen und kann dann erstmal in Ruhe aussuchen gehen bis man dran ist. Lecker ist es zudem.
Den herrlichen Sonnenuntergang haben alle fotografiert. Alle außer Falko – der behauptet später nur den Sonnenübergang fotografiert haben zu wollen.

- Am Strand von Visby
Danach Doppelkopf für Schläfrige.
Ablegen und tanken. Green Diesel getankt für unwesentlich weniger Geld. Umgerechnet 1,35 €. Null Wind – die übliche Morgenflaute. Kalmar bleibt zurück. Fata Morgana – Vineta2, die Stadt im Himmel – so sah jedenfalls Kalmar über einem Spiegel aus glattem Wasser aus.

- Die Ölandbrücke
Wir segeln an Öland entlang den Kalmarsund hoch und genießen den Tag. Vorbei an ca. 400 noch bestehenden Windmühlen auf Öland – es waren mal 2000!.
Beate und Uta rasten glücklich in den Lesepositionen an Steuerbord ein.
Doppelkopf mit Sonnencremekarten. Falko hat eine Hochzeit und sagt sie an. Jedoch wollte ihn anscheinend keiner heiraten und da er beharrlich und sich seiner Sache sicher war, meinte er, dass über seinen Pik König auf jeden Fall jemand komme.
Also König ausgespielt, Rene mit Pik Neun drunter geblieben, Dirk mit Pik König bedient und dann kam Axel und blieb trotz As und Pik Zehn mit der Neun darunter. Falko – die zurückgebliebene Braut mit 74 Punkten Minus.
Später am Tag segeln wir an der “Blauen Jungfrau” vorbei. Einem Felsen mitten im Kalmarsund – unbewohnt. Hier soll an jedem Gründonnerstag der Hexensabbat stattgefunden haben. Auf dem Brocken war das in der Walpurgisnacht. Sind wohl damals schon global unterwegs gewesen.

- Die blaue Jungfrau
Dann Wind 4 Bft und ab ging es mit 6-7 kn Richtung “Ödland”. 5-6 bft vorm Hafen und als wir drin waren – schien es eine Mausefalle zu sein. Tiefe ungewiss und der Wind schiebt uns rein ins Ungewisse. Also wieder raus und den Hafenmeister angerufen. Der schickte die Fähre raus um unsere zwei Flens zu kassieren. Björn der Hafenbeau, ist eine Reise wert – nett und freundlich und hilfsbereit. Duschen mit Fernsehraum!

- Zwei alte Ladys
Paraguay – Japan Elfmeterschießen und die Südamerikaner kommen weiter.
Annette lockt die Jungens zum Baden gehen – angeblich 18 Grad Celsius. Dirk kann das frierend nicht bestätigen – gefühlte 16 Grad.